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Sonntag, 21. Februar 2010

Khao Sam Muk

Ein richtiges Affentheater kann jeder erleben der sich auf den niedrigen Khao Sam Muk Hügel zwischen Ang Sila und Bang Saen wagt. Das sind zwei kleine Küstenorte, in etwa zwischen der Provinzhauptstadt Chonburi und Sri Racha gelegen. Von dem traditionell von Bangkokern gut frequentierten Strand Bang Saen’s, kann man den bewaldeten Hügel schon gut erkennen.



Die Klippe des Khao Sam Muk, die über das Meer hinausragt, ist nicht nur für seine unzähligen und scheinbar immer hungrigen Affenbanden bekannt. Sie sind äußerst schlau und an den Umgang mit Menschen gewohnt. Sie warten ganz sicher nicht nur geduldig auf ihr angereichtes Futter, meistens in Form von Obst, das man hier natürlich auch von anwesenden Verkäufern bekommen kann. Diese Affen sind frech und klauen einfach alles was sie bei den Besuchern grabschen oder in deren Autos finden können. So manchem Besucher wurde schon die teure Kamera aus der Hand gerissen oder den Affen gelang es durch ein leicht geöffnetes Fenster ins Auto zu klettern und dort Beute zu finden. Also alles gut sichern und Augen auf, ansonsten ist es ganz witzig ihnen bei ihrem bunten Treiben zuzuschauen.

Einer Sage nach hat sich hier vor langen Zeiten ein Liebespaar in den Tod gestürzt, weil die Eltern nicht mit einer Eheschließung einverstanden waren. Chao Mae Khao Sam Muk, der Schrein für eine Göttin wurde um das 18te Jahrhundert hier errichtet und manche sagen, er sei dem Mädchen dieses Liebespaares gewidmet. Es gibt noch weitere Entstehungssagen und fest steht, dass auch heute noch zahlreiche Thai-Chinesische Familien hierher kommen um bunte Drachen steigen zu lassen. Dies geschieht zu Ehren des Zaubers der diesem Ort innewohnen soll und gleichzeitig mit dem Steigen des Drachens bittet man um eigenes Glück und Wohlstand.

Am Fuße des Khao Sam Muk Hügels befindet sich direkt neben unzähligen Austernbänken ein wahrhaft legendäres chinesisches Seafood-Restaurant, welches natürlich auch die äußerst preisgünstigen Austern auf riesigen Platten und per Kilo auf die Tische bringt.

Dienstag, 2. Februar 2010

Erdbeeren in Thailand??

Aber ja, Erdbeeren gedeihen auch in Thailand.


Allerdings im etwas kühleren Norden des Landes, in den Provinzen Chiang Rai und Chiang Mai. Schon seit langem macht sich das ehemalige Lanna-Thai Königreich Chiang Mai einen Namen mit Kunsthandwerk, bei denen Holz, incl. Teak und Bambus, Stoffe incl. Baumwolle und Seide und auch Silber, hochwertig verarbeitet werden. Die beiden Provinzen sind außerdem seit Jahren berühmt für die gute Qualität der dort gezüchteten Obst-, Gemüse- und Blumensorten.

Wer sich die Zeit nimmt und die landschaftlich malerischen Provinzen mit ihren Bergstämmen bereist, wird überall an den Hängen und Tälern riesige Plantagen entdecken, auf denen auch Erdbeeren gedeihen. Angeregt wurde die Zucht der leckeren, kleinen roten Früchtchen durch die Königsfamilie, unter dessen Patronage sie auch heute noch stehen. Zwischen Dezember und Februar ist Haupterntezeit (kühle und trockene Jahreszeit) und das wird vielerorts auch mit bunten Festlichkeiten verbunden. Auf den Märkten und Festivals können Besucher die Erdbeeren als frische Frucht, oder verarbeitet zu Produkten wie Marmelade, Saft, Wein, getrocknet und kandiert, als Dessertsauce oder in Form von Eis bestaunen und natürlich auch genießen.

Während die in Deutschland heimische Erdbeere eine Kreuzung aus einer nord- und südamerikanischen Erdbeerart ist und die Früchte zwischen Ende Mai und Juli reifen, hat man in Nordthailand gute Züchtungserfolge mit japanischen Erdbeersorten erzielt. Es sind relativ harte Früchte und manchmal etwas säuerlich. Aber da hilft der alte deutsche Hausfrauentipp: Früchte zerschneiden und mit Zucker oder Süßstoff mischen und im Kühlschrank ziehen lassen. Und wer sich mal die Nährwerte ansieht weiß, dass die Erdbeere mit Eisen, Kalzium, Kalium, Phosphor, Provitamin A, Vitamin B und C, außerdem richtig gesund ist.